VoKü im Sublab am 28. März

 

Einige von Euch werden sich vielleicht fragen: VoKü? Sublab? Was IST das überhaupt? Und das ist natürlich berechtigt. Nicht alle aus unserem bunt gemischten Iranische-Filmtage-Team wussten damit etwas anzufangen. Aber beginnen wir von vorne…

Da wir für unser Herzensprojekt dringend noch finanzielle Hilfe brauchen, hatten wir die Idee, für unsere Fans und diejenigen, die es noch werden sollen, zu kochen. Da erfuhren wir vom Sublab, einem sogenannten Hackerspace, dessen Vereinsmitglieder regelmäßig eine VoKü für alle Interessierte anbietet. Sie zeigten sich sehr offen für unsere Idee, ihre Räumlichkeiten und Küche für unsere VoKü zu nutzen. Plan war, die gesamten Einnahmen komplett für die Iranischen Filmtage einzusetzen. Knapp zwei Tage hatten wir noch Zeit.

Schnell mussten persische Rezepte her, denn schließlich wollten wir die sublab-Stammkunden sowie unsere sogenannten Friends & Followers schon mal auf das kommende Festival einstimmen. So entstand am Freitagnachmittag in einem Café das Menü zu unserer VoKü. Lesley und Annika aus unserem Team erklärten sich bereit, den Nachtisch in Eigenregie zuzubereiten.

Das restliche Team fand sich am Samstag auf dem berühmt-berüchtigten Wochenmarkt am Sportforum wieder, um die Zutaten möglichst frisch, mit Spaß am Handeln und sehr zur Freude der Verkäufer auch auf Arabisch, zu erstehen, um nach einer kleinen Stärkung in Gesellschaft der Schild-Designerin (siehe Fotos) zum Sublab im Westwerk aufzubrechen.

Nach eine kleinen Einweisung in die Räumlichkeiten und Küchenutensilien (großes Lob an die Jungs für diese, für eine VoKü ungewöhnlich professionellen, Kochwerkzeuge!) legten wir mit dem Schnippeln los und hatten uns nach kürzester Zeit auch in die elektronischen Beats aus den Boxen eingegroovt. Die sehr leckere Gemüsesoße war gerade noch am ordentlich heiß werden, die Zucchinischeiben am Grillen und die frischen Erdbeeren zusammen mit der Minze spontan auf den veganen Schokoschnittchen gelandet… Da standen schon die ersten hungrigen Gäste vor uns und wunderten sich, dass sie sich heute von links nach rechts, und nicht, wie sonst immer, genau umgekehrt, anstellen mussten.

Tja, der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier, und so mussten auch wir uns auf diese ungewöhnliche Kochlocation einstellen und versuchen, die Gäste von dem neuen, aber vorerst einmaligen Konzept der „Persischen Soli-VoKü“ zu überzeugen.

Und siehe da: Es ging auf! Salat, persisches Reis-Linsen-Gericht mit Spinat-Tomaten-Soße, gegrillten Auberginen und Rosinen mundeten sehr gut, auch der vegane Nachtisch in Form von Schokocreme, Himbeer-Kokoscreme sowie Schokoschnittchen mit Erdbeeren, dazu schwarzer Tee mit Zimt, wurden gerne entgegengenommen. Unsere Soli-Kasse füllte sich, und ehe wir uns versahen, waren die Töpfe leer und alle glücklich.

Fazit: Ein Hackerspace kann durchaus auch zu einem gemütlichen Alternativ-Lokal umfunktioniert werden. Großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle! Und: Die junge alternative Kulturszene in Leipzig ist bereit, den einen oder anderen Euro mehr hinzulegen, um solche Projekte, wie unsere Iranischen Filmtage zu unterstützen, egal ob sie unser Festival besuchen werden oder einfach unser VoKü-Menü kosten wollten. Dafür sind wir ebenfalls sehr dankbar und hoffen, dass wir die/den eine/n oder andere/n im Kino wiedersehen werden!

Bis dahin.. Möge die Macht mit Euch sein! 😉

Euer Team der Iranischen Filmtage Leipzig 2015